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Was sind Cannabinoide? Wissenswertes zu CBD, THC, CBG, CHC und mehr

Was sind Cannabinoide?

Cannabinoide sind eine Gruppe von chemischen Verbindungen, die natürlich in der Hanfpflanze (Cannabis sativa) vorkommen. Von den über 100 bekannten Cannabinoiden sind die am meisten verbreiteten wohl CBD, CBG, CBA und THC. Bei Cannabinoiden handelt es sich um eine sehr heterogene Gruppe von Verbindungen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Die Cannabinoide docken an die im Körper vorkommenden Rezeptoren des Nerven- und des Immunsystems an, den sog. Cannabinoid Rezeptoren (CB1 und CBD2).

Arten von Cannabinoiden

Grundsätzlich unterscheidet man 3 Arten von Cannabinoiden:

  1. Phytocannabinoide – von Pflanzen produzierte und darin vorkommende Cannabinoide
  2. Endocannabinoide – natürlich vom Körper produzierte Cannabinoide
  3. Synthetische Cannabinoide – künstlich hergestellte Cannabinoide

 

 1. Phytocannabinoide

sind Cannabinoide, die natürlich in Pflanzen vorkommen. Die Hanfpflanze ist die größte bekannte Quelle für Cannabinoide mit bisher insgesamt 144 entdeckten, wovon CBD, CBG, CBD und THC wohl die bekanntesten sind. Allein die Hanfsorte Cannabis Sativa enthält mehr als 85 Phytocannabinoide, die bisher nicht in anderen Pflanzen gefunden wurden. Die Cannabinoide in der Hanfpflanze kommen vor allem in den Köpfen der Blütenstände, dem sogenannten Harz, vor. Cannabinoide sind aber nicht ausschließlich in der Hanfpflanze zu finden. Es gibt noch weitere Pflanzen, deren Cannabinoide ebenfalls medizinisch genutzt werden:

  • Sonnenhut (Echinacea purpurea)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Königskerze (Verbascum thapsus)
  • Kamille (Matricaria chamomilla)

Die Cannabinoide in diesen Pflanzen zeigen teilweise ähnliche Eigenschaften wie die Cannabinoide in der Hanfpflanze, ihre Konzentration ist allerdings geringer.

 

2. Endocannabinoide

sind Cannabinoide, die vom Körper selbst produziert werden, wobei das bekannteste Anandamid ist. Diese Cannabinoide docken an spezifische Cannabinoidrezeptoren (CB-Rezeptoren) an, welche in den Organen im Körper vorhanden sind und lösen in Folge in den Zellen eine Reaktion aus. Die Endocannabinoide sind essenziell für die normale Funktion des Körpers und wirken unter anderem auf das Nervensystem, den Stoffwechsel und das Immunsystem.

 

3. Synthetische Cannabinoide

reichen von den chemisch identischen Verbindungen bis hin zu leicht modifizierten Varianten phytotherapeutischer Cannabinoiden. Sie werden im Normalfall rein in Labors hergestellt. Synthetische Cannabinoide ähneln in ihrer Wirkweise Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC), indem sie sich in gleicher Art und Weise wie THC und Anandamid an die Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn und in anderen Organen binden.

Was tun Cannabinoide und wie funktionieren sie?

Die Wirkungen von Cannabinoiden auf den Körper sind sehr vielfältig. Sie reichen von entzündungshemmend bis hin zu antipsychotisch. Cannabinoide werden daher bereits in vielen Bereichen der Medizin eingesetzt. CBD ist das am besten erforschte Cannabinoid und findet zum Beispiel Anwendung bei Epilepsie, chronischem Schmerz oder Multiple Sklerose. Auch CBG kommt bereits medizinisch zum Einsatz, etwa bei der Behandlung von Glaukom.

Die Cannabinoide wirken, indem sie sich an die im Körper vorkommenden Rezeptoren des Nerven- und des Immunsystems andocken, den sog. Cannabinoid Rezeptoren (CB-Rezeptoren). Es gibt zwei Varianten dieser Cannabinoid Rezeptoren:

CB-Rezeptor Typ I (CB-receptor type I) und CB-Rezeptor Typ II (CB-receptor type II). Die Cannabinoide docken meistens an den CB-Rezeptor Typ I an, nur THC dockt auch häufig am CB-Rezeptor Typ II an. Der CB1 Rezeptor ist zuständig für die Wirkung auf das Nervensystem, der CB-Rezeptor Typ II für die Wirkung auf das Immunsystem.

Die CB-Rezeptoren befinden sich an den Nervenzellen in den Organen und dem Gehirn. Cannabinoide werden von den Cannabinoid-Rezeptoren in der Zellmembran aufgenommen, was zu einer Veränderung des Stoffwechsels innerhalb der Zelle (Signalwege) führt. Inzwischen weiss man in der Forschung, dass dies unterschiedliche Auswirkungen auf körperliche Prozesse wie beispielsweise Immunfunktion, Appetitregulierung, Gedächtnis und Schmerzwahrnehmung hat.

Das Endocannabinoidsystem

Der Körper produziert seine eigenen Cannabinoide, die Endocannabinoide. Die Endocannabinoide sind essenziell für die normale Funktion des Körpers und wirken unter anderem auf das Nervensystem, den Stoffwechsel und das Immunsystem.

Das menschliche Endocannabinoidsystem selbst wurde erst in den 90er Jahren entdeckt, nachdem man herausfand, dass THC an die Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn bindet. In Folge dieser Entdeckung wurde dann auf der Suche nach körpereigenen Cannabinoiden aus Schweinehirnen das erste Cannabinoid, Anandamid hergestellt. Anandamid ist ein Endocannabinoid und dockt an den CB-Rezeptor Typ I an. Mittlerweile ist bekannt, dass das Endocannabinoidsystem in allen Säugetieren vorkommt.

Im Gegensatz zu anderen Neurotransmittern werden die Endocannabinoide nicht in den Zellen gespeichert, sondern bei Bedarf hergestellt.

Was sind Cannabinoide?

 Abb. 1: Rezeptoren 

Die wichtigsten Cannabinoide im Überblick

CBD

CBD oder Cannabidiol ist das wichtigste und am besten erforschte Cannabinoid in der Hanfpflanze. CBD hat keinen psychoaktiven Effekt und ist deshalb in vielen Ländern legal erhältlich. Durch die Interaktion mit dem Endocannabinoidsystem entfaltet CBD eine vielfältige Wirkung. Anwender von CBD berichten, dass es Ihnen bei chronischem Schmerz, Angststörungen, Depressionen oder einfach beim Entspannen helfen kann. Cannabidiolsäure oder CBDA ist die in der Hanfpflanze vorkommende Vorstufe von CBD. Erst durch die sog. Decarboxylierung wird das CBDA aktiviert, also in CBD umgewandelt und kann vom Körper verwendet werden.

THC

THC oder Tetrahydrocannabinol ist der bekannteste Wirkstoff von Cannabis und wird üblicherweise aus der Hanfsorte „cannabis sativa l“ gewonnen. Tetrahydrocannabinol wirkt psychoaktiv, kann eine Rauschwirkung hervorrufen und ist somit der Hauptgrund, warum Cannabis in vielen Ländern als illegale Droge gilt. Hanf oder CBD Produkte mit weniger als 0,2% THC darf in vielen Ländern in der EU inzwischen legal verkauft werden. THC-haltiger Hanf wird auch als Marihuana oder Weed bezeichnet. Dieses Cannabinoid kann schmerzlindernde, appetitanregende und krampflösende unterstützende Eigenschaften aufweisen und wird in der medizinischen Behandlung verschrieben und zunehmend erforscht.

CBGA

CBGA oder Cannabigerölsäure ist das Carbonsäure-Derivat von Olivetol. Es entsteht in der enzymatischen Biosynthese von Cannabis durch die Kondensation von Geranylpyrophosphat und Olivetolsäure. Es wird auch als Mutter-Cannabinoid bezeichnet, denn es ist der wichtigste Baustein für die Entstehung von THCa, CBDa, CBCa und CBG. CBGA kann nachweislich gegen eine Infektion mit dem Coronavirus schützen, indem es die Anbindung an das Spike-Protein verhindert.

CBG

CBG oder Cannabigerol ist noch weniger erforscht, seine Verwendung hat aber in den letzten Jahren stark zugenommen. Cannabigerol ist besonders in jungen Hanfpflanzen enthalten und wird dann umgewandelt in Cannabidiol, Cannabinol und Tetrahydrocannabinol. Cannabigerol kann in hohen Konzentrationen Schmerzen lindern und hat antibakterielle Eigenschaften. Im Unterschied zu anderen Cannabinoiden wie CBD reduziert es die Durchblutung, was eine Reihe von neuen Anwendungsbereichen erschließen könnte. Zudem hilft es bei der Behandlung von Glaukom, da es den Druck im Auge reduziert.

CHC

Cannabichromen ist ein Cannabinoid, welches ähnlich wie CBD nicht psychoaktiv wirkt. Cannabichromen hat eine starke schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Es soll zudem das Wachstum von Krebszellen hemmen. Cannabichromen wird aufgrund dieser Eigenschaften zunehmend erforscht und bei Schmerzen, Epilepsie oder Entzündung eingesetzt. Die Vorstufe dazu, die Cannabichromensäure (CBCA) kann ebenfalls antibakteriell wirken.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Produkten mit CBD und auch CBG. Von CBD-Ölen oder Tropfen, über CBD Extrakte wie Harze, CBD Liquids und CBD Kapseln oder CBD Kosmetik und Salben. Viele Produkte enthalten auch das volle Spektrum an Cannabinoiden und nicht nur das isolierte CBD, da diese in Wechselbeziehung eine bessere Wirkung entfalten. Dies wird als der sog. Entourage Effekt bezeichnet.

Durch den illegalen Status von Hanf und die späte Entdeckung des Endocannabinoidsystems ist die Forschung über das Wesen und Wirkung der Cannabinoide noch jung. Mit zunehmender Intensivierung der Forschungsarbeit und Studien ist zu erwarten, dass die genaue Art und Weise der Wirkung sowie die Breite der möglichen Anwendungen in den kommenden Jahren noch viel besser verstanden werden.

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Mit Mut und Leidenschaft träumen wir von einer Welt, in der die Cannabispflanze und die daraus gewonnenen Produkte gesellschaftlich akzeptiert sind und in der das Leben und die Gesundheit der Menschen durch ihre zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten verbessert werden.

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Am Fischanger 552
AT-6932 Langen bei Bregenz, Österreich

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